Gott hat seine Herrlichkeit nicht für sich behalten, sondern sie den Menschen im Gottesdienst offenbart. Diese Ansicht vertrat Pfarrer Falk Klemm (Plauen), der Leitende Geistliche der Oasenarbeit beim Begegnungstag am 19. September in Pappendorf bei Frankenberg in Sachsen. Zu dem jährlichen Treffen der Freunde der Oasenarbeit kamen reichlich 25 Mitarbeiter und Interessierte der geistlichen Bewegung. Der Begegnungstag stand unter dem Thema „Die Wurzel, die uns trägt - Das Geschenk des Gottesdienstes“.

Falk Klemm: „Gottesdienst schenkt umfassenden Trost“

Gottesdienst bei einer Oase des gemeinsamen LebensWie Pfarrer Klemm sagte, beschäftige die Oasenarbeit das Thema „Gottesdienst“ von Anfang an. Nach wie vor sei der Gottesdienst ein wichtiges Kernthema. In seiner Bibelarbeit über das vierte Kapitel der Offenbarung des Johannes sagte Klemm, mit der Offenbarung der Herrlichkeit Gottes sei ein umfassender Trost verbunden, der im Gottesdienst geschenkt werde. Oft sei der Mensch jedoch von den eigenen Umständen gelähmt. Auch der Apostel Johannes habe nach kirchlicher Überlieferung diese Erfahrung gemacht. Ein Denken in Problemen laufe jedoch dem Geist Gottes zuwider. Schon das Volk Israel habe sich vom Gottesdienst getragen gewusst. Pfarrer Klemm machte Mut, in den Problemen von Alltag und Gemeinde, darauf zu vertrauen, dass Gott alles zum Guten wenden kann: „Das Gottes Weg mit den Menschen nicht irgendwann zu Ende ist, hängt daran, dass Gott selbst Mensch geworden ist.“

„Im Gottesdienst Gott begegnen“

In der gottesdienstlichen Liturgie könne und solle bis in die Gesten zum Ausdruck kommen, was Herrlichkeit Gottes bedeute. So werde der Gottesdienst zu einem Ort, an dem Begegnung mit Gott wirklich möglich sei. In Jesus Christus erklinge das neue Lied der Welt, das „Agnus Dei“ (Gottes Lamm). Ein Leben in und mit dem Gottesdienst sei daher unverzichtbar. Gottesdienste seien Orte, an denen man sich immer wieder die Wahrheit Gottes vergegenwärtigen könne.

In kleineren Gesprächsrunden wurde im Anschluss an das Referat das Thema weiter vertieft. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, feierten die Teilnehmer des Oasen-Begegnungstages noch einen festlichen Sakramentsgottesdienst.

„Oase des gemeinsamen Lebens“ ist Gottesdienst-Bewegung

In der Predigt über Hebräer 9 erinnerte Pfarrer Michael Ahner (Schönbrunn) daran, dass die Oasenarbeit immer angefragt werde, worum es ihr eigentlich gehe. Ahner dazu: „Wir feiern Gottesdienst - und das sooft wie möglich. Denn im Zentrum des Gottesdienstes steht Christus selber.“ Im Gottesdienst versammele sich die Gemeinde Jesu Woche für Woche. In jedem Gottesdienst werde der Sieg Gottes in Christus gefeiert. Beim Hohepriester Jesus Christus fänden Menschen den „ewigen Ruheraum“, der ihnen ermögliche ihr Leben zur Ehre Gottes zu leben. Gerade der Gottesdienst diene dem Gemeindeaufbau, weil dort Christus durch sein Wort und Sakrament wahrhaftig gegenwärtig sei.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand die Mitgliederversammlung des Oase-Vereins statt. Mit einem Rückblick auf die vergangenen Oasen-Aktivitäten und einem Vorausblick auf die Projekte des kommenden Jahres, ging der Begegnungstag zu Ende. Der nächste Oasen-Begegnungstag wird voraussichtlich am 03. September 2016 erneut in Pappendorf stattfinden.